Geologie des Aischgrundes
Naturräumliche Grundlagen und wasserwirtschaftliche Verhältnisse des Aischgrundes
Die geologischen Voraussetzungen und die Böden des Aischgrundes sind eine der wichtigen Voraussetzungen für den Bau der Teiche. Der Aischgrund gehört zum fränkischen Keuperbergland. Die vorherrschende Formation ist der Sandsteinkeuper. Der Aischgrund umfasst nur einen Teil des Einzugsgebietes der Aisch selbst. Das Teichgebiet wird geprägt von den Flüssen Ebrach, Aisch, Seebach und Aurach.Im mittleren Aischgrund bilden wasserundurchlässige Keupertone die Grundlage der vielen Weiher. Der mannigfaltige Wechsel zwischen Sandsteinschichten und tonigen, wasserstauenden Schichten des Burgsandsteines, das schwache Gefälle der Täler, die zahlreichen, zur Versumpfung neigenden Quellen und die für die Landwirtschaft nur bedingt tauglichen Böden waren für die Entwicklung bzw. Erhaltung dieses Teichgebietes förderlich. Der Aischgrund ist mit 8 - 9° C durchschnittlicher Jahrestemperatur eines der wärmsten Teichgebiete Deutschlands.
Der Minimumfaktor im Aischgrund ist die Wasserversorgung. Die jährlichen Niederschlagsmengen betragen durchschnittlich etwa nur 600 mm. Die Teiche liegen meist an den Hängen der flachen Hügel. Sie werden in der Regel nicht von Bächen oder Flüssen gespeist. Sie erhalten das benötigte Wasser meist im Herbst und Frühjahr direkt aus den Niederschlägen und dem sich in einem kleinen Einzugsgebiet sammelnden Wassers. Daher werden diese Teiche "Himmelsteiche" genannt. Um Wasser zu sparen sind die Teiche in sog. Teichketten hintereinander geschaltet. Diese sind bisweilen kilometerlang. Beim Abfischen der Teiche wird das Wasser in den jeweils unterliegenden Teichen gestaut und erneut zur Fischproduktion verwendet. So kann es viele Jahre dauern, bis ein Regentropfen, der in den obersten Teich einer Teichkette gelangte vom untersten Teich der Teichkette beim Abfischen in den Vorfluter entlassen wird. In niederschlagsärmeren Jahren kommt es häufig zu kritischen Situationen.
